Der Werte-Manager

Institut für Kommunikation und Coaching

meineZiele - der erfolgswirksame Organizer


Bruno Klumpp: meineZiele - Zeitmanagement

Bruno Klumpp - meineZiele

KEN. Die Zauberformel für den Umgang mit der Zeit ist die schöpferische Lebensplanung statt einer selbstentfremdenden Terminverwaltung. Hier setzt Bruno Klumpp aus dem badischen Oberkirch mit einem vielseitigen und spannenden Denkhelfer an, den er meineZiele nennt. meineZiele bietet bereits in der Standardversion zu einem günstigen Preis unglaublich viele Planungserleichterungen für den (Arbeits-) Alltag - für mehr Zufriedenheit und Übersicht. Mit den Anleitungen zum Programm ist meineZiele einen kompakter Zeit- und Selbstmanagementkurs, eine anregende Lektüre zur psychologisch sinnvollen Projekt- und Lebensplanung.

Weiterlesen ...

Stellenanzeigen lesen - aber richtig!


„Bewerben ja oder nein?“ – Wer bereit ist, sich auf die Bedingungen einzulassen, die in einer Anzeige genannt sind, sollte es auf jeden Fall tun. Jeder Schritt bringt einen weiter, und man hat immer die Möglichkeit, sich von diesem nächsten Schritt aus neu zu orientieren. Wer überhaupt etwas tut, hat langfristig mehr Chancen als ein Mitbewerber, der seine Zeit hauptsächlich mit der Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit verbringt. 

Leider wissen die meisten Bewerber nicht gut genug über sich selbst, um Kriterien für eine gute Entscheidung zu entwickeln, die dann die Auswahl der interessanten Stellen erleichtert. Wer sich lediglich vom Titel „Producer/in gesucht“ oder „Betriebswirt/in gesucht“ leiten lässt und dann die Anzeige ungenügend durchdringt, wird schnell enttäuscht und schreibt eher eine Bewerbung, die weder seinen noch den Bedürfnissen des Arbeitgebers entspricht.

Einfacher hat es, wer seine psychischen und Verhaltenspräferenzen und seine Werte genau kennt. Er wählt wesentlich genauer die Umgebungen aus, die wirklich zu ihm passen. Zwar garantiert auch das keine „Punktlandungen“, aber es erhöht deren Wahrscheinlichkeit. Eine gute Hilfe dazu ist die sogenannte „Potenzialanalyse“. Das wichtigste daran ist das Validierungsgespräch mit einem guten Berater, denn das macht die Analyse dann zu einem nützlichen Potenzialcoaching.


Darauf sollten Sie achten: "von außen nach innen"


Grundsätzlich lohnt es sich, die Anzeigen immer „von außen nach innen“ zu lesen:

  • Wie ist der Gesamteindruck?
  • Möchte ich bei einer Firma arbeiten, die sich auf diese Weise präsentiert?
  • Welche Widersprüche werden deutlich? Wirkt eine Anzeige zum Beispiel altbacken, während im Text Jugendlichkeit und Dynamik gefordert wird, dann macht es schon einen Unterschied, ob man sich dort als „jüngerer Mitarbeiter“ bewirbt.

Wenn das Grundgefühl stimmt, geht es weiter ins Innere der Anzeige.

  • Wie werden die Anforderungen dargestellt: aggressiv oder kooperativ?
  • Wird auf Nehmen soviel Wert gelegt wie auf das Geben?
  • In welchem textlichen Umfeld fallen die Formulierungen, die uns unklar erscheinen? usw.

Wer genau weiß, was er in dieser Phase seines Lebens will und leisten kann, entscheidet mit Leichtigkeit, ob er sich dann besonders gerne auf eine Stelle bewirbt – oder obwohl (!) sie nicht nach dem Jackpot aussieht.

Übrigens kann man davon ausgehen, dass die Autoren der Anzeigen nicht immer wissen, was sie an berechtigten oder unberechtigten Nebeninformationen in ihren Anzeigen transportieren. Und so weist  die Auflistung unten nur auf Dinge hin, auf die man seine Antennen ausrichten sollte.


Die Übersetzung von Formulierungen in Stellenanzeigen
und wann sich eine Bewerbung trotzdem lohnt.


 

Übersetzung

Bewerben?

junger/jüngerer Mitarbeiter gesucht (wie alt ist jung?)

möglichst ungebunden, flexibel auch in den Arbeitszeiten; jung sein bedeutet, zu niedrigerem Gehalt und körperlich fit. "Mitarbeiter" heißt "ohne Führungsanspruch": Jemand, der tut, was man ihm sagt.

Für Leute plus/minus 20 Jahre, die einfach Erfahrungen sammeln und sich beruflich orientieren wollen, ohne den Anspruch, „von oben“ einzusteigen.

gute Englischkenntnisse (was heißt genau „gut“?)

Flüssig lesen können, im Gespräch mit Ausländern nett – und internet(t) sich austauschen können. Perfektes Schreiben darf, muss aber nicht sein.

Aus der Bewerbung sollte hervorgehen, dass man fit genug für einfache Gespräche ist und sich Texte erschließen kann.

mit Erfahrung/größerer Erfahrung

Wir wollen keinen Anfänger, der umständlich eingewiesen werden muss, sondern jemanden, der sofort produziert und der uns in den Dingen berät, mit denen wir gerade selbst nicht fertig werden.

Gut für Leute mit Erfahrung als Trouble-Shooter: Flexible, neugierige und zupackende Problemlöser.

mehrjährige Berufspraxis (1, 5, 25 Jahre?)

plus/minus fünf Jahre, hat bereits Erfahrung im Branchenumfeld, die er einbringen kann, ansonsten wie "mit Erfahrung"

Nichts für jemanden ohne und mit sehr viel  Berufserfahrung. Häufig werden Leute gesucht, die sich woanders die Hörner abgestoßen haben und jetzt sesshaft werden wollen.

Kenntnisse in ... (fit sein oder reicht es, schon mal davon gehört zu haben?)

Nur ein Handbuch von Office zu besitzen reicht nicht, aber es wird verziehen, wenn man noch nachschlagen muss. Je mehr jemand weiß, um so besser

Wer beherzt und mit Spaß in den Kenntnissen zuhause ist, sollte hier zupacken. Es wird sicher anerkannt, wenn man weiß, was man dabei tut - auch wenn der Chef keine Ahnung hat, worum es geht.

sucht zur Verstärkung des Teams (haben Einzelkämpfer eine Chance?)

Klingt danach, dass sich jemand übernommen hat. Mit schlechter Laune im Team muss gerechnet werden. Wer sich hier bewirbt, stellt sich ganz hinten an. Das bestehende Team wird sich erst einmal entlasten wollen.

Wer sich in Gruppen wohl fühlt und die Dynamik darin genießen kann, ist hier genau richtig. Wichtig: Abweichungen vom "Einheits-Look" sollten gut begründet sein. Die Chemie muss im wesentlichen stimmen.

sofort gesucht (welche Kündigungsfrist ist noch o.k.?)

Sofort heißt sofort. Hier wird jemand dringend gesucht - aus welchen Gründen auch immer.

Für Kündigungen zum Quartalsende haben die meisten Verständnis. Bereits freie Leute sind hier richtig. Aber auch für die anderen lohnt es sich: bei entsprechender Qualifikation kommen die Firmen auf ihn/sie zurück.

Studium erfolgreich abgeschlossen (mit Auszeichnung oder ist die Note egal?)

Zielt vor allem darauf, ob jemand das Standvermögen für ein vollständiges Studium hatte. Erfolgreich heißt zwei bis drei. Man hat es geschafft, ohne akademischen Dünkel.

Nur zu: Auch wenn das Studium mit einer vier endete, hat man es durchgehalten. Wer Umstände dafür geltend machen kann und sich darüber hinaus qualifiziert hat, kann durch Erfahrungen außerhalb der Uni Punkte wett machen.

Karriereeinsteiger/Berufseinsteiger gesucht

Proaktive Anfänger nach der Berufsausbildung, möglichst jung, aber heiß darauf, voranzukommen. "Wir wissen, dass Sie mehr verdienen sollten. Zeigen Sie uns, dass sie wirklich gut sind!"

Gut für begeisterungsfähige Leute, die ungebunden sind und nicht darauf bestehen, pünktlich Feierabend zu machen. Sie sollten bereit sein, möglichst schnell Verantwortung zu übernehmen. Sonst wird das mit der Karriere nichts.

Fähigkeit zum eigenverantwortlichen/ selbstständigen Arbeiten (mutterseelenallein?)

Wir brauchen jemanden, dem wir ein Ziel nennen, und er marschiert los - mit oder ohne Team, mit gutem oder schlechtem Equipment. Nur das Ergebnis zählt.

Wer nur auf Weisungen hin handelt, ist hier fehl am Platz. Auch ein Team möchte nicht ständig für jemanden sorgen müssen.

Wir sind ein junges, innovatives Unternehmen (,,Hier herrscht Chaos?)/Die neu gegründete ... sucht ... („Hier läuft noch nichts rund“?)

Oft wird "Solidarität" unter chaotischen Verhältnissen erwartet: "Wir wissen noch nicht, wo es lang geht und ob wir überleben werden. Wir bitten um Verständnis, dass die Honorare noch nicht Ihren Wünschen entsprechen werden. Aber wenn es mal so richtig läuft, wird es sich auch für Sie lohnen!"

Für unabhängige, junge Leute ein tolles Lernumfeld. Es kommt auf sie selbst an, wohin sie das Ruder drehen. Alles ist möglich, und was sie nicht selbst ermöglichen, findet auch nicht statt. Auch gut für experimentierfreudige „alte Hasen“ mit Spaß an der Dynamik in einer Umgebung, die erst noch gestaltet werden muss.



Inspiriert wegen eigener Themen? Melden Sie sich hier.



Zeitmanagement - Jede Generation ist richtig


Wenn wir von Generationen des Zeitmanagements sprechen, dann ist das Modernste eben doch nicht immer das Beste, denn jede Variante hat ihre Berechtigung – oder eben ihre Zeit.

Zeitmanagement der ersten Generation

Wir haben eine Liste von mehr oder wichtigen Dingen im Kopf, die wir dann eben auch mehr oder weniger konsequent abarbeiten. Je nachdem, wie es uns gerade in den Sinn kommt. Wir schaffen dabei das, was gerade noch zu schaffen ist – und vergessen den Rest. Dieses Zeitmanagement ist in Ordnung, wenn es auf gar nichts ankommt und wir in den Tag einfach so hineinleben können, zum Beispiel im Urlaub.

Zeitmanagement der zweiten Generation

Hier kommt das Element der Schriftlichkeit hinzu. So könnten wir zum Beispiel eine schriftliche Liste in beliebiger Reihenfolge abarbeiten. Am Ende des Tages wissen wir dann, was bereits geschafft wurde und was verschoben oder einfach gestrichen wird. Ein weiteres sehr nützliches Beispiel ist der gute alte Wochenstundenplan: Wir kümmern uns ganz bewusst für einen klar definierten Zeitraum um ein bestimmtes Thema. Ist die dafür vorgesehene Zeit um, folgt eine Pause und dann die nächste Tätigkeit. Das gibt unserem Gehirn die Möglichkeit, Dinge ruhen und unterbewusst weitergären zu lassen, bis sie wieder dran sind. In der Schule waren die Tätigkeiten unsere jeweiligen Fächer: Erdkunde, Biologie, Sport usw. Im Alltag des Erwachsenen kann es ein regelmäßiger Zeitblock für Haushalt, Akquisition und oder gar die Telefonsprechstunde sein, wie bei vielen Ärzten.

Zeitmanagement der dritten Generation

Hier regiert der griechische Gott Chronos: Wir packen so viel wie möglich in einer bestimmten (chronologischen) Reihenfolge in unseren Terminkalender und versuchen Zeit zu sparen, indem wir die Abläufe optimieren, Dringliches schneller tun und Unwichtiges weglassen. Es gibt zwei Ereignisse, in denen wir darin besonders gut sind: Silvester, weil wir Unvollendetes in der Regel schwer ertragen und vieles abgearbeitet haben möchten, bevor das neue Jahr beginnt. Und der Tag vor dem wohlverdienten Urlaub. Es ist erstaunlich, wie schnell die Zeitung abbestellt, Koffer gepackt, Blumen, Hund und Katze versorgt und im letzten Moment noch die Reisepässe verlängert werden, wenn am nächsten Morgen das Flugzeug Richtung Malediven abhebt.

Auf der Arbeit mögen wir es dagegen weniger, wenn immer mehr in immer kürzerer Zeit von immer weniger Menschen erledigt werden muss. Und lange ist das tatsächlich nicht zu steigern, wie die Krankenstände beweisen. Allerdings lohnt es, sich für den Stapel weniger wichtiger Tätigkeiten und für einen begrenzten Zeitraum in die Stimmung „Urlaub am nächsten Tag“ hineinzuversetzen. Wir werden dann großzügiger mit uns selbst und filtern schneller heraus, was wirklich wichtig ist. Lassen wir uns jedoch zu lange auf diese Generation des Zeitmanagements ein, dann könnte es passieren, dass wir abends nicht wissen, womit wir den Tag eigentlich verbracht haben. Alles schien „irgendwie dringlich“, selbst wenn wir ahnen, dass es eigentlich nicht wirklich wichtig war.

Zeitmanagement der vierten Generation

Bei diesem Zeitmanagement stehen die Sinnhaftigkeit und die Erfüllung im Mittelpunkt. Hier geht es um Dinge, die nicht gerade dringlich, dafür aber wichtig sind. So können wir die Kenntnisse aus dem Sprachkurs heute Abend vielleicht nicht sofort anwenden, aber der Kurs gehört zur Vorbereitung auf den nächsten Lebensabschnitt, weil wir in zwei Jahren nach Schweden auswandern möchten. Bei diesem Zeitmanagement nehmen uns die Zeit für die Klärung des Ziels und des Warums hinter dem Ziel. Wenn uns beides klar und das Ziel ein absolutes Muss ist, wird das Warum dahinter uns helfen, unseren Termin in der Sprachschule am Abend zu verteidigen. Nach diesem Muster sollten wir, so zeigt die neuere Hirnforschung, auch unsere Vergnügungen planen. Die (Vor-) Freude auf ein bestimmtes Ereignis durch das Planen verstärkt seine Nachhaltigkeit.

Welches Zeitmanagement ist richtig?

Alle Generationen des Zeitmanagements sind richtig, denn alle haben nach wie vor ihre Berechtigung, und gesund ist eine Mischung, die das Tempo zwischendurch beschleunigt und es dann wieder abbremst . Ideal ist, wenn wir unser Tun und Lassen so überdacht haben, dass wir mindestens zwei Drittel unserer Zeit in der Vierten Generation verbringen. Ein Teil unserer Zeit werden wir brauchen, um möglichst viel möglichst schnell zu erledigen. Manchmal hilft vor lauter scheinbar Dringlichem der Wochenstundenplan, in dem wir Stunden für bestimmte Tätigkeiten ausblocken und an deren Ende diszipliniert auch wirklich etwas anderes tun. Manchmal dagegen macht es Spaß, einfach in den Tag hineinzuleben.

Tipp: Kombinieren Sie die Generationen des Zeitmanagements, indem Sie zum Beispiel Zeiten in der Woche ausblocken, in denen Chronos regieren darf oder in denen Sie sich ganz bewusst den wichtigen und dafür weniger dringlichen Tätigkeiten widmen.



Inspiriert wegen eigener Themen? Melden Sie sich hier.



Flugangst adé – und die Welt gehört Ihnen


Von Flugangst betroffen?

wingwave-Coaching gegen Flugangst

Denn Ihr Urlaub sollte Spaß machen. Von Anfang an!


Stuttgart (KEN). Jan Duykstraat (persönliche Angaben zum Klienten redaktionell geändert) ist 15 Jahre alt, „natürlich“ noch Schüler und kommt aus einer ziemlich internationalen Familie: Der Stiefgroßvater arbeitete in einem Großmarkt der US-Army, die Mutter stammt aus den Niederlanden, der Vater aus Pakistan und Verwandte gibt es „mindestens“ in den USA und England. Viele Gründe also zu fliegen. Doch Jan gerät in Panik, sobald er an eine Flugreise auch nur denkt: „Ich habe keine Ahnung, was da los ist. Ich weiß nur, dass ich eine irre Angst habe.“

Jan Duykstraat (Name red. geändert) ist 15 Jahre alt, „natürlich“ noch Schüler und kommt aus einer ziemlich internationalen Familie: Der Stiefgroßvater arbeitete in einem Großmarkt der US-Army, die Mutter stammt aus den Niederlanden, der Vater aus Pakistan und Verwandte gibt es „mindestens“ in den USA und England. Viele Gründe also zu fliegen.

Doch Jan gerät in Panik, sobald er an eine Flugreise auch nur denkt: „Ich habe keine Ahnung, was da los ist. Ich weiß nur, dass ich eine irre Angst habe.“ „Die Angst scheint eher dich zu haben“, schlage ich ihm vor und verschiebe damit ein bisschen die Perspektive. Flugangst ist eben nicht gleich Flugangst. Aber das ist ihm egal. „Ich weiß nur, dass ich dagegen nicht ankomme“, sagt Jan.

„Und was ist dein Ziel für diese Sitzung?“

„Ich würde gerne entspannt fliegen können, denn dass ich das nicht kann, ist doch nicht normal, oder?“


Alles freut sich auf die Ferien - und Sie?

wingwave-Coaching - sanft und effektiv

Wie der Flüglschlag eines Schmetterlings


Dabei könnte für Jan eigentlich alles ganz gut sein: Er mag Flugzeuge und ist darin in seiner Clique sogar der (!) Spezialist. Er kennt Spannweiten, Reichweiten bei voller Beladung, weiß über Propeller- und Düsenantrieb Bescheid, über Besonderheiten der Innenausstattung und welche Gesellschaft wohin am günstigsten fliegt. Er weiß sogar aus eigenem Erleben, welche Flughäfen von Europa nach Amerika am schönsten sind. Flughäfen sind jedoch am Boden, und Fliegen ist in der Luft. Jan erzählt locker und flockig, wie viel Passagiere in den unterschiedlichen Maschinen reisen können – sofern er nur ja nicht dazu gehören muss.

Leider steht jetzt ein Flug von Stuttgart nach Sarajewo (Bosnien und Herzegowina) an, mit Zwischenlandung in Mostar. Also hin und zurück vier Starts und Landungen.

Jan geht es gar nicht gut damit.

Aber er hat nun mal einem Freund versprochen, mit ihm ein internationales Sommercamp zu besuchen. Und für Jan gilt: „Ein richtiger Mann – ein richtiges Wort.“ Dabei könnte ein richtiger Mann doch auch mit dem Zug fahren, oder? „Ist aber giga umständlich und uncool in der Klasse.“ Wie sollte Jan seinen Mitschülerinnen und Mitschülern erklären, dass er sich vor Flugangst nahezu in die Hosen macht …

Wenn schon Fliegen, dann nur mit der Lufthansa. „Lufthansa ist nett und klasse“, sagt Jan. Aber Lufthansa fliegt eben nicht passend zum Sommercamp nach Bosnien. Und schon gar nicht zu dem Etat, der ihm und seinem Freund zur Verfügung steht. Die Ferien zuhause verbringen ist jedoch auch nichts.

Irgendwann waren Nägel mit Köpfen gemacht worden: Die Eltern hatten die Flugtickets mit Air Bosnia gebucht, und damit gab es kein Zurück mehr für Jan. Dann hörte er von wingwave. „Das hat mit den Wellen im Gehirn zu tun. Und mit Schmetterlingen, die ja auch fliegen.“ – Soviel weiß Jan bereits, und er wittert zumindest die Chance, einigermaßen gut in die Ferien starten zu können.

Sein Tag beim Coach. Das „Setting“ ist klassisch und wingwave-mäßig. Jan ist begeistert von der Kalibrierungsphase, vom Zuckertest, vom Muskeltest an der Hand (Myostatik-Test) überhaupt und den neurophysiologischen Zusammenhängen im Besonderen. Er saugt nahezu alles in sich auf. Ein Videobericht über eine andere Flugangst-Intervention mit wingwave „glüht“ ihn gewissermaßen zusätzlich vor für das, was er in dieser wingwave-Sitzung erleben wird.

Es macht Spaß, mit Jan zu arbeiten. Er geht clever mit und erzählt, dass er als kleiner Junge zwischen Großmutter und Mutter auf dem Flug nach London in ein Luftloch gerauscht sei. „Wir sackten 50 Stockwerke tief ab. Mindestens! Meine Mutter und meine Oma schrien wie am Spieß und klammerten sich verzweifelt an mich fest. – Daran lag’s bestimmt“, vermutet Jan. Er testet jedoch stabil. Jan lacht: „Luftlöcher sind anscheinend lustig.“


Flugangst hat viele Ursachen

Jan hat etwas dagegen getan


„Dann kann es nur der Klassenausflug mit dem ängstlichen Lehrer nach Prag gewesen sein …“ Ist es aber nicht. Limbisch reagiert Jan auch auf dieses Ereignis stabil. Hatte seine Flugangst am Ende gar nichts mit dem Reisen in der Luft zu tun?

Ich überprüfe das und teste durch, was alles zum Fliegen dazu gehört. Die Klassiker gewissermaßen: Enge, Kontrollverlust, ungewohntes Essen und Trinken, die vielen Passagiere, Stewards und Stewardessen, Entführungen, 11. September 2001. Das Flugzeug als Ganzes. Negativ. Jan könnte tatsächlich sogar Spaß am Fliegen haben oder zumindest gelassener sein!

Also gehen wir ganz zurück auf „Start“: Die Entscheidung zuhause für die Reise hält kinesiologisch. Kofferpacken, der Abschied vom Bruder, den Großeltern, der geliebten Katze genauso. Wir fahren in Gedanken zum Flughafen – kein Problem.

Ich assoziiere ihn stärker in das Umfeld Flughafen, um herauszufinden, wo seine Angst eigentlich beginnt. Check-in hält, Passkontrolle hält, die Zugänge zu den Flugzeugen mit all den kunterbunten Duty-frees halten ebenfalls. Hier kauft Jan sogar gerne ein. „Irgendwelchen luxuriösen Schnickschnack, auf den meine Mitschüler neidisch sein werden.“ Er grinst. Noch.

Wir nähern uns dem Bording-Bereich, dann Aufruf zum Einsteigen. Jans Karte wird abschließend überprüft. Und Jan testet – butterweich. Wir sind am richtigen Thema!

Mein junger Klient spult das gesamte Programm ab, von Angst bis Scham, während er auf die Dame vom Bodenpersonal fokussiert. Er hält das Gefühl, und ich winke. Die Empfindungen sind ihm „… irgendwie vertraut …“. Ich winke weiter: „… wie aus einer anderen Zeit …“ Wieviele andere Zeiten hatte ein 15-Jähriger bereits?

Ich frage die Jahre ab und lande im Alter von drei bis vier. „Was war damals?“ frage ich ihn. – „Keine Ahnung!“ Ich winke weiter. Und dann rastet die Erinnerung ein. Jan ist überrascht. Und er erzählt:

„Ich war damals ja noch sehr klein und im Kindergarten. Und eines Tages ist mir draußen beim freien Spielen ein Malheur passiert. Ich schaffte es nicht mehr rechtzeitig aufs Klo und hatte die Hosen schließlich gestrichen voll. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ich muss gestunken haben wie Sau und war ziemlich verzweifelt, denn meine Mutter hatte mich im Kindergarten abgegeben und war längst gegangen. Zuhause war niemand erreichbar, der mich hätte sauber machen können. Mir war alles soooooo peinlich. Die anderen Kinder lachten mich aus. Und ich glaube, die Kindergärtnerin war vollkommen überfordert. Sie sagte nur: Du darfst hier nicht rein!“

Waren wir tatsächlich beim richtigen Thema? Der Myostatik-Test bestätigt das. Wir bewinken diesen peinlichen Moment im Leben des jungen Jan, die Kindergärtnerin und dann auch die Dame vom Bording. Und dann lacht er: „Stimmt ja auch. Ich bin noch immer nicht sehr groß, und beide Male entscheiden große Frauen darüber, ob ich dabei sein darf oder nicht.“


Ihren Urlaub haben Sie sich verdient

Guten Flug!


Jan hat das Sommercamp in Bosnien erlebt. Mit Zwischenlandung in Mostar auf dem Hin- und Rückflug. Insgesamt vier Mal rauf und vier Mal wieder runter. Der Hinflug war von selbst in Ordnung. Der Rückflug „ging so“. Sein Freund berichtete von einer ziemlich heftigen Fête am Abend davor, und Jan habe sich im Flugzeug zwischendurch die Thymusdrüse geklopft, wie er es im wingwave-Coaching gelernt hatte.

Damit hat er die hundert Punkte verfehlt, aber nur knapp, denn die Flüge hat Jan erstaunlich gut überstanden. Er will sogar den Pilotenschein machen! Erst jedoch kommt der Führerschein am Boden dran. Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte.


Erfolge zum WundernDieser Text von Peter Kensok erschien 2009 in "Erfolge zum Wundern". In diesem Buch sind zahlreiche Beispiele für wingwave-Coaching wiedergegeben. Klicken Sie einfach auf das Bild und Sie landen direkt auf der Seite des Junfermann-Verlags.

Peter Kensok ist wingwave-Coach und hat über 50 Coaches in dieser Methode ausgebildet. Sollten Sie von Flugangst, Prüfungsangst, Blockaden bei Auftritten und anderem betroffen sein, nehmen Sie gerne Kontakt auf. Per E-Mail über Kontakt oder unter Telefon 0711 / 24 39 43.





Fülle lässt die Welt sich drehen


Stuttgart (KEN). Wann immer neue Produkte aus den USA über den großen Teich herüberschwappen, heißt es: Aufgepasst! Eines der jüngsten Konzepte basiert auf dem Buch Effortless Prosperity (deutsch: Achtung, fertig … reich)* von Bijan Anjomi. Ob es hält, was der Titel verspricht und welches Potenzial für die Veränderungsarbeit im NLP es bietet, wollte Peter Kensok wissen. Er besuchte für MultiMind in Stuttgart ein Seminar dazu und sprach mit dem Autor.

Weiterlesen ...

Kopfstand

Was die Presse dazu sagt und schreibt.

Glücksmomente

Damit Gutes noch besser wird

»Aus leidenschaftlichem Interesse an meinen Mitmenschen genieße ich es, Projekte zu initiieren, in denen der tolerante Umgang und die Mitmenschlichkeit im Mittelpunkt stehen. Mit Sympathie für meine Partner und Studenten identifiziere ich Aufgaben für ein niveauvolles und friedlicheren Miteinander. Ich moderiere die Prozesse so, dass die Initiatoren sie mit Freude und Begeisterung umsetzen und irgendwann auch abschließen können. Mein Ziel ist es, dass sie diese Erfahrung gerne in weitere Projekte einbringen und sie mit anderen Lernenden teilen mögen.«

Tatjana (40)
Weiterlesen ...

Besser planen mit

meineziele - Das (!) Instrument für Zeitmanagement

 

Forum Werteorientierung in der Weiterbildung e.V.


www.kensok.de
Kurzurlaub am Schreibtisch
Burnouthilfe Stuttgart
wingwave-Ausbildungen in Stuttgart
wingwave-Coaching mit Peter Kensok
Coaching: NLP, Hypnose, Text
Buchempfehlungen von Globalscout
Ihren XING-Kontakten zeigen
Auf facebook empfehlen
Newsfeed von Peters BLOG
© 2001 - 2018 Peter Kensok, M.A. Institut für Kommunikation und Coaching,   Stitzenburgstr. 18,   D-70182 Stuttgart,   Telefon: 0711 / 24 39 43 Kontakt: Email

Wir nutzen Cookies, um unsere Dienste zu erbringen und zu verbessern. Mit der Nutzung dieser Seite akzeptieren Sie Cookies. Mehr zu Cookies und zum Datenschutz.